MOMENT
VON RAPHAEL DUDLER

MOMENT

MOMENT – DER AUGENBLICK FÜR DIE ZUKUNFT GESCHAFFEN. FESTGEHALTEN ALS FOTOGRAFIE, ACRYL ODER ÖL AUF LEINWAND.
MEIN MOMENT IST AUCH DEIN MOMENT, WENN DU WILLST.

MOMENT MAL.
HAST DU DAS GESEHEN?
REPETITION. DER EWIGE MORGEN.

ALLE KOLLEKTIONEN

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Moment

Was wären wir ohne eine Erinnerung an die verlebte Zeit?
Holen wir die Erinnerungen hervor, die uns an wertvolle oder gar bedeutsame Momente erinnern.

Inspiriert durch die Zeit, die uns täglich an unsere Vergänglichkeit erinnert, entstehen Momentaufnahmen der Gegenwart, die ihren Platz in der Zukunft haben. Ich halte fest, Momente der Freude am Dasein und dokumentiere mein Glück, um mich gut und gern daran zu erinnern.

NICHT NUR FÜR SPORTLER

IDEE 01 - 1999 - ein Moment der Unaufmerksamkeit

IDEEN

Die Lust auf Farbe auf Fläche manifestierte sich in mir im Jahr 1999. Erste Ideen und Gedanken dazu wurden als Skizzen festgehalten.

Unterbrochen von Dingen des Alltags ruhte meine kreative Arbeit bis etwa 2005.

Das Jahr 2006 war besonders ideenreich und produktiv. In dem Jahr entstanden viele Konzepte, die auch umgesetzt wurden. Und weil der Mensch sich so gern an Bezeichnungen orientiert, fand ich heraus, dass diese Form des kreativen Schaffens als Konzeptkunst bezeichnet wird.

Gegen Ende 2006 hatte ich genügend Arbeiten zusammen, um auszustellen und mich in der Öffentlichkeit als Künstler zu outen.
Alles, was ich machen wollte, war einfach Farbe auf Fläche zu verteilen. Wie die Bezeichnungen dafür auch sein mochten, spielte und spielt für mich keine Rolle.

Im Moment gefangen - Raphael Dudler im Atelier

ARBEIT

Neben der Konzeptkunst, die meist auf kleinen Formaten entsteht, stelle ich zur Abwechslung gern grossformatige Werke in Öl oder Acryl her.

Obwohl ich mich auf keinen Fall in eine feste Stilrichtung hineinzwängen möchte, war und ist der abstrakte Expressionismus mein stiller Begleiter.

Angeregt durch das Schaffen von Jackson Pollock, Mark Rothko, Cy Twombly und On Kawara, lasse ich meiner Lust von Farbe auf Fläche und den Konzepten freien Lauf.

180ARTLINES

Persönlich verstehe ich das Jahr 2006 – insbesondere durch das Projekt 180artlines, als den offiziellen Beginn meiner ernsthaft kreativen Arbeit. Mit 180artlines gelang mir, wo und wie auch immer, der Durchbruch.

Alle der 180 Werke fanden ein Zuhause. Insgesamt 178 Werke verliessen mein Atelier und ich behielt das erste und das letzte Werk für mich.

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ACTION PAINTING

Das absolut prägende Erlebnis hatte ich mit dem Malen von Opus1.

Das Werk misst 4 m x 2 m und entstand ohne eine nennenswerte Pause während etwa 18 Stunden.
Das Verschmelzen mit dem Bild, indem man völlig in die Arbeit eintaucht, mitten im Bild steht und um das Bild herum tanzt, schüttet Endorphine von unbekannten Mass aus.

Opus1 - Raphael Dudler im Atelier. Der Moment der Erfüllung & der Leere
Atelier - Moment für die Ewigkeit
Really Stormy Weather - Raphael Dudler

Aus dem Action Painting heraus entstanden zahlreiche Werke, die in sich verschiedene Stilrichtungen beinhalten. So das Really Stormy Weather oder Exit, jewils 3 m x 2 m.

Exit - Raphael Dudler
Eagle - Raphael Dudler
Resurrection - Raphael Dudler
Action Painting. Der Pinsel berührt die Leinwand nicht.

Vielleicht nach dem millionsten Mal, wenn Farbe auf Fläche geschleudert wird, entsteht das Gefühl der Kontrolle über die fliegende Farbe und das Malen geschieht kontaktlos.

Der Pinsel berührt die Leinwand nicht.

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ONE MILLION AND ONE DOLLAR PAINTING

2006 startete ich ein Mummut-Projekt. Getrieben von der Frage, ob es einem unbekannten Künstler gelingen könnte ein Werk für USD 1’000’001 zu verkaufen, begann ich ein weiteres Konzept in die Tat umzusetzen.

OneMillionAndOneDollarPainting - eine Auswahl von 6 Werken

Verteilt auf 5000 Werke, welche aneinander gereiht ein homogenes Ganzes ergeben, entsteht eines der grössten Gemälde der Welt. Jedes Werk ist ein Unikat. Dieses einzigartige Projekt besteht aus 500 qm Leinenfläche, einer Gesamtlänge von 1 km und einer Million und einem Dollar Umsatz.

Werke (50 cm x 20 cm x 4 cm) aus One Million And One Dollar Painting zu je USD 200 (das letzte Werk USD 201) können einzeln oder beliebig nacheinander gereiht und somit als ein grösseres Werk aus der Gesamtlänge entnommen und erworben werden.

0004-5000 - One Million And One Dollar Painting - ein Moment aus 5000
0012-5000 - One Million And One Dollar Painting - ein Moment aus 5000
0018-5000 - One Million And One Dollar Painting - ein Moment aus 5000
0038-5000 - One Million And One Dollar Painting - ein Moment aus 5000
0042-5000 - One Million And One Dollar Painting - ein Moment aus 5000

In den ersten 7 Monaten (2006 – 2007) konnte ich ein Hundert Werke fertigstellen. Alle Werke – ob einzeln oder bis zu 12 Stück „am Stück“ fanden ihre Interessenten. Sie hängen über den gesamten Globus verteilt in den guten Stuben, in Unternehmen und gar in einer Universität in den USA. Manche einfach als Farbklecks an der Wand passend zum Sofa und andere wiederum als das, was das Projekt bietet: einen Teil des Ganzen zu besitzen. Jedem, wie es gefällt.

2020 ist endlich Zeit, um den Rest (4’900 Bilder) zu malen und Menschen glücklich zu machen.

Im Juni setze ich die Arbeit fort.
Bleib also dran und verfolge die weitere Entwicklung dieses Projekts.

 

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DIE SUCHE

Ein Künstler sollte einen eigenen Malstil haben, der unverkennbar seinem Namen zuzuordnen ist.

Ich weiss nicht, wie wichtig das ist und ich mache mir nichts daraus.

Sollte bei mir eine Handschrift existieren, dann ist es der konstruierte Minimalismus – die Bezeichnung ist meine Erfindung, denn ich wüsste sonst nicht, wie ich diesen Stil benennen könnte.

 

Begegnung No. 2 - 3 m x 2 m, Öl auf Leinwand - Moment der Begegnung

Diesen Malstil führe ich auf meine Ausbildung als Maschinenzeichner zurück.

Vier Jahre Lehre am schwarzen Strich prägt.

Die ersten Werke daraus hatten noch etwas kubistisches an sich.

 

how to succeed in business without really trying - Moment der Intimität
2nd sister - in dem Moment so gesehen

Wenn ich nun nach vielen Jahren die ersten Arbeiten betrachte, muss ich über mich selbst schmunzeln. Sex, Geld & Religion waren wohl damals mein Antrieb.

Natürlich sind dies starke Gefühle, die offenbar auf Leinwand mussten.

Heute hingegen ist alles deutlich subtiler. Provokation, wenn überhaupt, findet auf den zweiten Blick statt.

Eva - Moment mal! - Raphael Dudler
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I love you - der schönste Moment, Raphael Dudler

EPILOG

Manche Momente sind unvergänglich. Manche Momente sind unerträglich. Die Geschichte muss nicht neu geschrieben werden – sie erfindet sich von selbst.

Manche Küsse voller Wonne – einer frischen Begierde – zum Unglück sie mich verleiten. Ich sündige! Und will nicht aufhören der Sünde Liebster sein.

Und Bekenntnisse meiner geheimen Wünsche laut dir zu erklären, empfände ich als zu anstrengend. Ich bekenne mich ein Sympathisant der Vernunft und darunter mein Leiden vergraben.

An manchen Tagen – von unvorteilhafter Haltung mein Körper geschunden – grabe ich in meinem Leben. Der Fund bleibt aus.

In manchen Nächten – vom Trieb verleitet, begehe ich an meinem Körper Verbrechen. Die wiederum schmälern die Sehnsucht nach deinen Mandel-Augen.

Manche Münder können entzücken. Manche Lippen weich wie Federkissen, den Alltag sündhaft versüssen. Manche Lippen bedürfen Pflege und manche sollte man lieber nicht küssen – Früchte der ewigen Verdammnis.

Vergorenes Fruchtfleisch bringt mich um den Verstand und vergessen werde ich dich niemals können. Kein Verbrechen ohne Reue – und ich. Wie gerne ich bereue!

Beschenkt mit Stromschlägen in meinen Lenden, bereue ich die daneben geflossenen, die vergeudeten Proteine – nicht die, auf deiner Wange!

Manche müssen sich ständig waschen und bleiben für immer befleckt. Die unbefleckte Empfängnis kam niemals hervor und blieb hinter dem brennenden Busch versteckt.

Eine leichte Verführung am Morgen verzeiht eine jede noch so fehlerhafte, nächtliche Enthüllung. Und eingebettet in deine Belange fühle ich mich wohl.

Durch Umstände fehlerhafter Natur bin ich geboren, um zu verletzen. Vernetzen kann ich manchmal Gedanken, die absurd und wirr sind und manchmal gelingt mir das unfassbare. Manchmal bin ich potent.

Manchmal bin ich meiner Lust ausgeliefert. Ohnmächtig und feige. Und wäre ich so mächtig, Zeit und Raum zu verändern so würde ich mit Sicherheit gleich handeln – behandeln wollte ich dich nie schlecht, nur besitzen.

Dich nicht als Trophäe auf der überfüllten Inventarliste der Eroberungen verzeichnen, sondern erfahren und gleichzeitig meiden.

Manche Tage sind unerträglich – ohne dich. Und an manchen Tagen könnte ich dich töten.

Ich werde nicht irre – das bin ich bereits seit langem und ich fühle, dass dies nicht das Ende und schon kein Anfang mehr ist.

Dem Irrsinn verfallen und mit lückenhaftem Gedächtnis, versuche ich mich der Erinnerung an manche Momente des Triebes, um nicht ganz der Verzweiflung nachgeben zu müssen.

Stille und Wut trage ich in mir. Mein Vorhaben noch nicht gänzlich gestillt wend ich mich der ungewissen Zukunft hin. Und breche ab.
Verbindungen.

Die Fingernägel bleiben ganz – ich brauche nicht an ihnen zu kauen. Am leben zu beissen reicht mir bereits aus.

Ist denn der Fick so unerreichbar und in der Tat fatal oder reagiere ich bloss zu sentimental. Vieles blieb unausprobiert.
Dem Gott will ich dafür nicht danken.

Der Verlust des Glaubens füllt aus mein Herz. Nichts kann mich mehr verletzen und betrinken werde ich mich höchstens leise mit Emotionen der Erinnerung an verlebte Stunden.

Hoffnungslosigkeit gepaart mit etwas unbeschreiblich Wahrem.
Der unausweichliche Druck der Vernunft.

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